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Geometrische Wärmebrücken

Waermebruecke

Geometrische Wärmebrücken

Liegen dort vor, wo die Dämmebene einen Richtungswechsel vornimmt oder die Dicke geändert wird. Beispiele hierfür sind Auβenwandecken, Sockel, Traufe, First, Ortgang oder Fensterlaibungen.

Wenn die Transmissionswärmeverluste konsequent mit Flächen nach Auβenmaβbezug berechnet wurden, ergibt sich ein Wärmebrückenverlustkoeffizient mit einem negativen Vorzeichen (sofern die Regeln des wärmebrückenfreien Konstruierens eingehalten sind). Für die Energiebilanz bedeutet dies dann eine Gutschrift.

Die Wärmeverluste durch Wärmebrücken können im ungünstigen Fall 30 bis 50% der Transmissionswärmeverluste ausmachen und stellen selbst bei üblicher Berücksichtigung und Dämmung einen relevanten Wärmeverlust dar.

Heizlasterhöhungen durch Wärmebrücken betreffen oft speziell bereits exponierte Räume mit mehreren Auβenflächen (z.B. im Eck, im Dachgeschoss, zu Erdreich …) – damit tritt dort ein Heizlastanteil zusätzlich zur bereits mit der 2. und eventuell 3. Auβenfläche gegebenen „Mehrheizlast“ auf. Kritisch ist dies insbesondere dann, wenn aufgrund des Heizungskonzepts eine Beschränkung gegeben ist, z. B. Heizen über die Lüftung mit max. 10 W/m2 Heizlast oder gleichartiges Heizsystem in Eckräumen wie in Räumen mit einer Auβenfläche (gleiche gewünschte Heizkörpergröβe, Fuβbodenheizung…).

 

Literaturquelle:
W. Feist, J. Schnieders: Wärmebrückenfreies Konstruieren. Fachinformation PHI 199/5, CEPHEUS Projektinformation Nr.6, Passivhaus Institut, Darmstadt 1999
Arbeitskreis Kostengünstige Passivhaus Nr. 16: Wärmebrückenfreies Konstruieren. Passivhaus Institut, Darmstadt, 1. Auflage 1999, 8. Auflage 2009