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Thomas Mirkes


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PH-Kriterien auch für Gebäudesanierung

Bewertungskriterien ZertifizierungPH Komponenten

  • Heizwärmebedarf ≤ 15 kWh/(m2a) oder
    Gebäudeheizlast ≤ 10 W/m2
  • Nutzkältebedarf ≤ 15 kWh/(m2a)
  • Primärenergiebedarf ≤ 120 kWh/(m2a)
  • Gebäudeluftdichtheit ≤ 0,6/h

Komfortkriterium Sommer

  • Übertemperaturhäufigkeit ≤ 10 %

 

Altbau: gleiche Kriterien wie für Neubau – … aber aufgrund massiver Wärmebrücken im Gründungsbereich läβt sich der Heizwärmebedarf nur bei wenigen Gebäuden auf Passivhausniveau reduzieren

 

 

 

Bewertungskriterien zur Passivhaus-Zertifizierung von Wohngebäuden:

(Grenzwerte für Altbau wie für Neubau)

  1. Der Heizwärmebedarf wird jeweils auf 15 kWh/(m2a) begrenzt.
    Altbau: Wegen der in der Regel sehr hohen Wärmebrückenanteile lässt sich der Heizwärmebedarf jedoch nur selten sinnvoll auf den strengen Grenzwert reduzieren.
  2. Alternativ zu Heizwärmebedarf: Die Gebäudeheizlast liegt bei ca. 10 W/m2. Diese Leistung kann i.d.R. noch gut über die hygienisch erforderliche Luftmenge im Haus verteilt werden.
    Altbau: Gerade in den untersten, beheizten Geschossen kann die Heizlast aufgrund hoher Wärmebrückenanteile höher ausfallen. Die Beheizbarkeit über die Zuluft muss besonders geprüft werden. Auch im Gebäudemittel lässt sich die Heizlast im Altbau nur selten sinnvoll auf den strengen Grenzwert reduzieren.
  3. Der Nutzkältebedarf wird auf 15 kWh/(m2a) begrenzt. In Wohngebäuden in Mitteleuropa ist bei guter Planung in der Regel keine Kühlung erforderlich.
  4. Der Primärenergiebedarf für Heizung, Lüftung, Warmwasser und Haushaltsstrom wird auf 120 kWh/(m2a) begrenzt.

 

Alle vorgenannten Energiekennwerte werden nach PHPP berechnet und beziehen sich auf die Wohnfläche innerhalb der thermischen Gebäudehülle.

 

Komfortkriterium Sommer:

  • Die Übertemperaturhäufigkeit beschreibt den Anteil der Stunden im Jahr, an denen die mittlere Raumtemperatur 25°C bzw. 26°C überschreitet. Sie soll nicht über 10% liegen. Das PHPP enthält ein überschlägiges Verfahren, das eine erste Einschätzung für die durchschnittliche Übertemperaturhäufigkeit im Gebäude liefert. Kritische Räume sind ggf. gesondert zu prüfen.

Alternative zur Bestimmung des auszuführenden Wärmeschutzniveaus bei der Altbaumodernisierung (nicht Zertifizierungskriterien):

  • Immer bei jeder Sanierungsmaβnahme das wirtschaftliche Optimum wählen.
  • Dabei Behaglichkeit, Wohngesundheit und Bauschadensfreiheit gewährleisten.

 

Für Nichtwohngebäude gelten ggf. abweichende Kriterien.
Aktuelle Fassung der Zertifizierungskriterien unter www.passiv.de.